Förderung der Alltagskompetenzen auf dem Weg zum verantwortungsvollen jungen Menschen

In der vorletzten Schulwoche fanden wieder die Projekttage „Alltagskompetenzen gewinnen – Schule für‘s Leben“ statt, die vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus initiiert und finanziell unterstützt werden. Mit den Projekttagen will man durch Praxismodule den Lebensweltbezug im schulischen Alltag deutlich stärken und selbstverständlich werden lassen. Spannend sowie herausfordernd wurde es dieses Jahr ein neues Konzept mit Hilfe vieler Lehrkräfte zu erproben und dabei fächerübergreifende Inhalte einzubeziehen. Die Bereiche der Alltagskompetenzen und Lebensökonomie mit den Handlungsfeldern Ernährung, Gesundheit, Selbstbestimmtes Verbraucherverhalten, Umweltverhalten, Haushaltsführung sowie Digital handeln wurden inhaltlich umfasst.

Lebensmitteln und Nutzpflanzen auf der Spur

In den vier Projekttagen vom 21.07. bis 24.07.2025 stand für die Siebtklässler eine Exkursion zum Botanischen Garten nach München auf dem Programm. Hier sollten die Gruppen bei einem Stationenlauf von Frau Minic neben Nutzpflanzen auch tropische Pflanzen im heißen und feuchten Mikroklima der Schaugewächshäuser erforschen.

Ein weiterer Ausflug führte die Schüler mitsamt dem I-Pad in einen nahegelegenen Supermarkt. Mithilfe der App actionbound konnten sie hier ebenfalls auf Entdeckertour gehen und Neues über Lebensmittel erfahren.

Inklusion und noch viel mehr

Erstmals wurde in der Turnhalle ein Rollstuhl-Parcours organisiert von Herrn Soukenik und Frau Jantschek unter Mitwirkung der Schüler ihres Wahlunterrichts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“  und das Thema Inklusion behandelt.

Im Fachunterricht Textiles Gestalten und Werken der Partnerklasse 7 E durften interessierte Schüler der Klasse 7 d, die ja bisher noch keine Unterrichtsstunden in Gesundheit und Ernährung hatten, auch mal praktisch tätig werden. Freudig und emsig waren sie am Nähen von Lavendelkissen mit der Fachlehrerin Frau Helfert. Unter der Anleitung des Werklehrers Herrn Mengele haben auch mehrere Schüler Holzbänke für den Schulhof gebaut und sichtlich Spaß dabei gehabt.

Sucht und die Grauzonen

Neu war auch, dass im Rahmen der Projekttage der siebten Klassen Workshops zur Suchtprävention in den Bereichen Medienkonsum und legale Drogen mit Frau Isbaner, Frau Wiesner, Frau Bauer und Frau Littel stattfanden. Unter Mithilfe von Neuntklässlern durchliefen die Schüler die Stationen des Klarsichtkoffers (BZgA: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), die sich um Alkohol- und Nikotin-Konsum und Werbung drehten. Laut und lustig wurde es dann beim Ausprobieren der Rauschbrillen. Mit Halbwissen gerade in Sachen Drogenkonsum, Straßenverkehr und soziale Medien konnte der Jugendkontaktpolizist Herr John (Polizeiinspektion Neufahrn) durch seine Ausführungen aufräumen. Spannend wurde es auch beim Medien-Workshop von Frau Bauer, die abwechslungsreich brandaktuelle Themen für Jugendliche behandelte. Wie die Feedback-Runde zeigte reflektierten Viele ernsthaft ihren Medienkonsum.

Altbewährtes: Fitness, gesundes Essen und weniger Müll 

Zur Suchtprävention gehört auch ein guter Bezug zum eigenen Körper und das klappt am Besten durch körperliche Betätigung. Um Sport und Doping ging es wieder in der Turnhalle bei der Sportlehrerin Frau Wiesner. Die Schüler erfuhren auch Wissenswertes über Kontrolltests und die zuständigen Stellen.

Bewährt hatte sich ebenso das Zubereiten eines schmackhaften Imbisses in der Schulküche. Unter der Anleitung von Frau Schlesinger, Frau Rosner bzw. Frau Friedrich haben die Siebtklässler einen erfrischenden würzigen Couscous-Salat angemacht. Frisch, bunt und knackig schmeckt einfach besser… Das Thema Müll wurde den Schülern von Frau Bichler bzw. Frau Hohmann nahe gebracht. Schließlich sollen sie schon jetzt vernünftige und umweltverträgliche Kaufentscheidungen treffen können auch unter dem Aspekt Müllreduktion und am besten Müllvermeidung im Bezug auf Plastik.

Andrea Littel