Ein Meilenstein, der Spuren hinterlässt

Den Beginn der Abschlussfeierlichkeiten für die Absolventinnen und Absolventen der Imma-Mack-Realschule Eching machte traditionell eine ökumenische Andacht, welche von den Lehrkräften Tina Feyler und Anja Templer vorbereitet worden war. Als Zelebranten führten Pfarrer Krusche und Pfarrer Sturchio in der evangelischen Magdalenenkirche durch die Besinnung. „Du bist das Salz der Erde“ war die zentrale Aussage, bei der sich die „Nochschüler“ nicht nur an den Besuch im Salzbergwerk erinnern durften, sondern auch wieder bewusst wurde, dass man damit würzt bzw. ohne Salze kein Leben möglich wäre. Weiter wurde den Absolventinnen und Absolventen gewünscht, salzig und nicht nach jedem Geschmack zu sein, sowie Würze in die Welt zu bringen. Musikalisch umrahmt wurden die Gedanken von Birgit Rosner und Wolfgang Bergdolt.

Nach der Besinnung eröffneten die Sängerinnen und Sänger der Chorklassen mit dem Lied „Sieh auf deinem Weg“ die Abschlussfeier in der voll besetzten Aula der Imma-Mack-Realschule, womit sie den Absolventinnen und Absolventen Hoffnung schenken wollten und daran erinnerten, dass jeder Mensch Potenzial in sich trägt. Anschließend begrüßte der Konrektor Wolfgang Bergdolt neben den Abschlussschülerinnen und -schülern und Ehrengästen sämtliche beteiligten Personen und versuchte, die Grußworte mit Hilfe von KI generieren zu lassen. Da hier jedoch kein richtiges Ergebnis ausgegeben wurde, vertraute er lieber seinen eigenen Worten.

In Vertretung der Landrätin übermittelte Johann Stegmair die besten Glück- und Segenswünsche zur Mittleren Reife und stellte fest, dass Diskussionen mit den Eltern über Hausaufgaben und Schularbeiten nun vorbei seien. Heute sollen die jungen Leute ihren Erfolg feiern, um danach mit Neugier, Freude, Ausdauer und Mut neue Wege gehen zu können. Der Erste Bürgermeister der Gemeinde Eching, Michael Steigerwald, lenkte den Blick auch auf die Erinnerungen an die Schulzeit. Denn hier sind neben den Noten und Prüfungen mit schlaflosen Nächten auch die Fahrten zu nennen, welche die Gemeinschaft geprägt haben. Auch stellte er fest, dass kein Weg geradlinig verläuft und sich auch in Zukunft manchmal Türen an Stellen öffnen, wo man es nicht vermuten würde. Dabei sollen die Absolventinnen und Absolventen auch immer wieder den Mut haben, aus Fehlern zu lernen und sich danach wieder schnell neu aufzustellen. Auch die Elternbeiratsvorsitzende Frau Andrea Dannhauser gratulierte den ehemaligen Zehntklässlern, die mit Fotos, Bildern aus dem Kunstunterricht und Leistungen Spuren hinterlassen haben. Sie waren viele Jahre ein wichtiger Teil der Schulfamilie und sollen nun, nachdem sie ihr letztes Zeugnis an der Imma-Mack-Realschule erhalten, mit ihrer Persönlichkeit punkten. Emma Linsel und Paul Rochelmeyer dankten der Schulfamilie für die Unterstützung und darunter auch ihren Mitschülern für ein offenes und heiteres Schulklima. Dabei erinnerten sie sich vor allem an den bunten Boden, den legendären Schnitzelsemmeltag und viele weitere besonderen Erlebnisse.

Vor der feierlichen Übergabe der Abschlusszeugnisse richtete der Schulleiter Gerd Neubert seine Worte an die Absolventinnen und Absolventen mit den lobenden Worten, dass sie sich ihren Abschluss mit Fleiß erarbeitet haben – unterstützt durch die Eltern und Lehrkräfte. Nicht umsonst konnten fast 20 Prozent eine Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma erreichen. Weiter lobte er ihr Engagement, die Schule und das Schulleben mitzugestalten. Anschließend erinnerte der Schulleiter an die schwierigen Umstände bei ihrem Eintritt in die Schule im Jahre 2020. Auch wenn es zu Beginn ihrer Schulzeit wegen Corona an der Realschule zu verschiedenen Einschränkungen kam, konnte das Hier und Jetzt von der Entwicklung profitieren. So konnte die Digitalisierung mit großen Schritten voranschreiten und die Kommunikation mit den Lehrern wurde erleichtert. Weiter stellte Gerd Neubert die KI in den Fokus, die unter anderem bei der Projektpräsentation hilfreich war. Dabei mahnte er, dass die KI zwar nützlich für die Entstehung von z.B. Präsentationen sein könne, aber die Präsentation selbst authentisch sein müsse. Weiter war es ihm ein wichtiges Anliegen, sämtlichen Partnern der Schule sowie der Schulfamilie zu danken.

Bei der Zeugnisverleihung gab es in den Worten der Klassenleitungen an die Abschlussschülerinnen und -Schüler Vergleiche mit dem „Dschungelcamp“, einer Version von „Freiheit“ von Herbert Grönemeyer oder auch eine mathematische Gleichung: „Fleiß +  Zusammenhalt + Ausdauer – kleine Dramen = Erfolg“. Verabschiedet wurden auch drei Schüler der Partnerklasse an der Schule. Der Schulleiter der BIG Björn Zaddach bedankte sich insbesondere, da der Geist der Toleranz hier lebendig sei.

Musikalisch aufgelockert wurde die Abschlussfeier mit Beiträgen der Chorklassen 5c und 6c unter der Leitung von Gabriele und Roland Goerge, sowie den Absolventinnen Gayatri Dharmadhikari (Querflöte) und Emma Linsel (Klavier) und der Schulband, in der einige Abschlussschülerinnen spielen, unter der Leitung von Frau Steigerwald ab. Abgerundet wurde die Feierstunde durch die beiden charmanten Moderatorinnen Amantia Husaj und Jasmine Fierescu unter der Leitung von Frau Goerge.

Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich die Festgäste noch bei Getränken und einem kleinen Buffet stärken, das Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen sowie der SMV zusammen mit den Lehrkräften Veronika Weger, Birgit Rosner und Benedikt Kratzer gezaubert hatten.

Insgesamt haben 87 Schülerinnen und Schüler ihre Mittlere Reife bestanden, darunter wurden sechs mit dem besten Gesamtdurchschnitt geehrt: Nele Hentschel und Lea Oppermann (beide Schnitt: 1,00), Larissa Eicher und Paul Rochelmeyer (beide Schnitt: 1,33), Johanna Lindele und Sophia Maurus (beide Schnitt: 1,42).

Herzlichen Glückwunsch!

Roland Goerge